Auf Wiedersehen AscaronDas Ende von Ascaron hat viele Gründe. Laut dem ehemaligen Sacred-2-Projektleiter Franz Stradal sind einige davon hausgemacht, wie die Unerfahrenheit des Entwickler-Teams mit Next-Generation-Konsolen oder finanzielles Missmanagment – Sacred 2 kostete 20 Millionen Euro, statt den angesetzten 4-5 Millionen. Aber einige auch externer Natur: Es gab Probleme mit der Geschäftsführung, den Investoren und Co-Publishern.Ein Warnschuss war die erste Insolvenz. Schon 2001 hatte Ascaron leere Kassen. Mit Sacred in der Entwicklung und genug Kreditwürdigkeit gelang die Sanierung. Doch auch danach lief wenig rund. Ja, Sacred verkaufte sich wie geschnittenes Brott, bei den restlichen Produkten wurde allerdings immer wieder auf das falsche Pferd gesetzt. Zwei Beispiele: Ein FIFA-Konkurrent ohne Lizenzen, Anstoss Action. Ein Weltraumshooter, Darkstar One, wenn alle Egoshooter spielen wollen. Das Endergebnis: Ein Softwarehaus mit so vielen erstklassigen Produkten legt einen unrühmlichen Abgang hin. 18 Jahre deutsche Entwickler- und Publishertradition im Eimer.Am Ende war es die Verzögerung der Konsolen-Version von Sacred 2, die dem Studio den Todesstoß versetzte. Das verantwortliche Team hatte keine Erfahrung mit PS3 und XBox 360. Es gab Probleme mit der Qualitätsprüfung von Microsoft und Sony. Man lieferte zwar ein gutes Produkt ab – echtes 1080p, aber es dauerte zu lange. Die Finanzreserven wurden aufgebraucht und ohne neue Kredite musste sich die Firma zahlungsunfähig melden. Und nun beginnt der Ausverkauf.... Quelle: http://www.eurogamer.de/articles/sacred-2-ice-and-blood-test