„Sollte der Druck in der Kabine sinken, fallen automatisch Sauerstoffmasken aus der Kabinendecke. Hören Sie auf zu schreien, ziehen Sie die Maske zu sich heran und platzieren Sie sie fest auf Mund und Nase. Wenn Sie mit einem kleinen Kind reisen, ziehen Sie erst Ihre eigene Maske auf, und helfen anschließend dem Kind. Wenn Sie mit zwei kleinen Kindern reisen, ist jetzt der Zeitpunkt zu entscheiden, welches Sie lieber haben.”
Viel zu viele Menschen durch einen viel zu kleinen Tunnel zu treiben, das war das verhängnis für 19 Teilnehmer der Loveparade.
Eine Panik brach aus, Menschen versuchten aus der dunklen Masse zu enkommen - kamen aber nicht weit. Die anschließende Panik kostete 19 Besucher das Leben.
Noch immer sind Informationen rar gesäht. Ob es eine neue Parade geben wird ist fraglich. Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland ist in Erklärungsnot. Sicherheitsmängel will er nicht zugeben. Dass das abgesperrte Paradegelände aber nur einen Ein- und Ausgang hatte, der für die vielen 100.000 Besucher deutlich zu eng bemessen war, scheint ausser Frage zu stehen.
Nach Polizeiangaben waren es vor allem Kostenerwägungen der Stadt die verhinderten, dass mehr als dieser eingang zu Gelände geöffnet wurde. Im Vorfeld berufene Panikforscher hatten gewarnt. Der Tunnel, der 19 Menschen zum Verhängnis wurde und 511 teilweise schwer Verletzte hatte nur eine Kapazität von 20.000 Menschen pro Stunde. Es hätte also Tage benötigt, um alle 500.000 Teilnehmer zum Gelände zu bringen und von Dort wieder abmarschieren zu lassen.