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Home > Specials > Feuilleton > Fernsehen? Wofür war das nochmal gut?
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Beitrag: Fernsehen? Wofür war das nochmal gut?  (Gelesen 42695 mal) Drucken
 
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Fernsehen? Wofür war das nochmal gut?
« am: 10.09.2014, 11:13:46 »

Schon seit 1935 existiert es offiziell in Deutschland: Das Fernsehen. Und schaut man sich die Programme sowohl öffentlich rechtlicher als auch privater Sender an, dann steht zu vermuten, dass dieselben Menschen wie damals zuschauen. Klar, es ist leicht über das Fernsehprogramm zu meckern, genau so leicht, wie sich die wenigen Perlen im Internet anzuschauen und den Rest halt weg zu lassen.



Offenbar wissen das auch die Fernsehschaffenden selbst. So zeigt beispielsweise Sat 1 nach Mitternacht ausschließlich Wiederholungen - kein Wunder, denn Omi ist dann längst im Bett. Genauso erklärt sich der Ansturm von Telenovelas und Soaps über den Tag, denn dann, wenn Omi unterwegs ist bleibt Mami zu Hause. Beim Bügeln und Putzen stört es aber, ständig die YouTube-Werbung wegklicken zu müssen. Es lebe das seichte Hintergrundrauschen.

Aktuelle Studien behaupten, dass wer sich noch wirklich für Fernsehen interessiert, die 40 hinter sich gelassen und in der Midlife-Crisis einen Sportwagen nebst üppiger Blondine erworben hat, oder eben eine Hausfrau ist. Ein Hoch auf Captain Obvious. Die jüngere Klientel bevorzug schon heute das Smartphone, vor allem, weil es leichter mit sich rumzuschleppen geht als der Fernseher - obwohl Apple dran arbeitet -.

Regen wir uns also nicht mehr über das Fernsehen und schlechte Sendeplätze für gute Beiträge auf. Letzte finden ihren Weg im Netz und das erstere wird mit Omi und den Pflichten einer "Nur"-Hausfrau eh aussterben. Schon heute ist Doppelverdiener-Leben bei mehr als der Hälfte der Paare mit Kindern Realität. Das stellt nicht nur die Frage nach der Zukunft von Kinderkrippen und Kindergärten, sondern eben auch die nach der Zukunft von Telenovelas am Vormittag.


Stichworte: Fernsehen, Apple, Senioren, Omi
Stichworte: Fernsehen  Apple  Senioren  Omi


Bildquelle: http://img.welt.de

     

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