„Die Erde dreht sich 365 Tage lang jedes Jahr. Alle vier Jahre braucht sie dazu einen Tag länger, und das ausgerechnet immer im Februar. Warum weiss ich auch nicht. Vielleicht, weil es im Februar immer so kalt ist und es deswegen ein bisschen schwerer geht. Der Mond ist kleiner als die Erde. Das liegt aber auch daran, dass er soweit weg ist.”
Ein flaues Magengefühl ist wohl das mindeste, was harmlose Bürger beschleicht, wenn sie an den leichtfertigen Umgang mit ihren Daten durch die Obrigkeit denken.
Ein wiederum sehr plastisches Beispiel dafür liefert Niedersachsen. Im Land des Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder zog nun der Datenschutzbeauftragte Joachim Wahlbrink Bilanz bezüglich der Überwachung mit Hilfe von Kameras.
3345 Kameras von Ministerien, Kommunen, Städten, Justiz und Polizei hatte er unter die Lupe genommen. 3322 davon waren aus Sicht des Datenschutz zu beanstanden. Lediglich 23 waren mängelfrei aufgestellt. 71 Kameras, 45 Attrappen und 121 Aufzeichnungsgeräte können nicht nachgebessert werden und müssen von den entsprechenden Trägern abgebaut werden.
"Das Ergebnis ist überraschend und niederschmetternd" kommentiert Wellenbrink das Ergebnis. Kameras beleuchten das Laben in privaten Schlafzimmern genau so wie in Arztpraxen oder Umkleidekabinen in Schwimmbädern. Zugleich verzeichnet Wellenbrink eine besorgniserregende Erhöhung des Kamerabestands. In den Jahren seit 2001 seien es allein bei den Kommunen 822 Prozent mehr geworden. "Dabei gibt es bereits wissenschaftliche Untersuchungen, wonach Kameras im Sicherheitsbereich so gut wie nichts bringen." So der Staatsdiener.
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