Warum überquerte das Huhn die Straße? Edmund Stoiber: Der - ähhh - die Huhn hat, wie ich meine, und wie die Auffassung einer Mehr- bzw. Vielzahl von Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern, gerade auch hier in Bayern, aber ebenso in den neuen alten Bundesländern zeigt, so bin ich geneigt anzunehmen, dem Bundeskanzler und hier insbesondere der Bundesregierung, die es ja versäumt hat, in der Gesetzgebung und gegenüber den Vereinigten Staaten auf die Richtung einzugehen, mithin nicht erstaunen ähh zu vermitteln vermag.
Als Allianz der vernünftigen war sie bezeichnet worden, die Gruppe von Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die sich gegen eine Erhöhung der eigenen Bezüge gewehrt hatte. Und ist dies schon sehr ungewöhnlich, so ist die Tatsache, dass diese gruppe nicht klein und verloren sondern groß und mächtig daher kam mit Sicherheit einmalig für eben diesen Deutschen Bundestag.
Letztlich musste sich Unionsfraktionschef Volker Kauder dem Druck aus den eigenen wie fremden Reihen beugen und eine Absage der geplanten Diätenerhöhung bekunden. Dies aber offenbar aus Vernunft, Wohlwollen oder Pflichtergebenheit. Kauder wie auch der stellvertretende SPD-Vorsitzende Struck beauerten den Schritt und hielten dessen Durchführung nur wegen der öffentlichen Diskussion darum "nicht für möglich".
Andere zeigten da mehr Gespür für des Volkes Stimme. "Die große Koalition hatte eine unverschämt hohe zweite Diätenerhöhung geplant. Es war klar, dass die kippen musste." So äußerte sich Katja Kipping als Vertreterin der Linken zur Entwicklung. "Das ist auch ein Erfolg der Linken. Aber nicht nur. Viele Bürgerinnen und Bürger haben protestiert. Insofern ist das auch ein Erfolg außerparlamentarischer Bewegungen", so Knipping weiter.